Von der Kita in die Schule
Der Start in die Schule ist für viele Kinder aufregend. Neue Räume, neue Lehrerinnen und Lehrer, neue Mitschülerinnen und Mitschüler und ganz viele neue Eindrücke. Genau deshalb finde ich es so wichtig, dass die Kinder mich als Schulsozialarbeiterin schon kennenlernen, bevor sie überhaupt ihren ersten Schultag haben.
Im Rahmen unseres Übergangsprojektes „Von der Kita in die Schule“ besuchten meine Kollegin und ich die zukünftigen Erstklässlerinnen und Erstklässler bereits in den kommunalen Kitas. Im Mittelpunkt stand zunächst das persönliche und spielerische Kennenlernen der Kinder. Durch leicht zugängliche Angebote konnten die zukünftigen Erstklässler einen ersten Kontakt zu uns Schulsozialarbeiterinnen herstellen und uns bereits vor ihrem Schulbeginn kennenlernen. Als verbindendes Element kam dabei natürlich unsere „kleine Raupe Cleo“ zum Einsatz.
Wie wertvoll dieser frühe Kontakt ist, merke ich jetzt jeden Tag in der Schule. Viele Kinder haben mich direkt wiedererkannt und schnell Vertrauen gefasst. Auf dem Schulhof höre ich oft ein fröhliches „Hallo Sandra!“ und die Kinder kommen ganz selbstverständlich auf mich zu. Es ist schön zu sehen, dass ich für sie schon ein bekanntes Gesicht bin.
Auch die ersten kleinen Projekte konnten daran anknüpfen. Mit „Mutmurmeln für den ersten Schultag“ wurden zwei der vier Klassen auf ihren Schulstart eingestimmt. Für alle vier ersten Klassen gab es anschließend „Das kleine Wir in der Schule“. Dabei ging es vor allem um das Ankommen in der neuen Klassengemeinschaft, Zusammenhalt und ein gutes Miteinander. Als kleine Erinnerung bekam jede Klasse außerdem ihr eigenes „kleines Wir“, welches sie seitdem im Klassenalltag begleitet.
Für mich zeigt sich dadurch ganz deutlich, wie wichtig ein früher Kontakt sein kann. Wenn am Anfang in der Schule etwas noch schwierig ist, eine Träne fließt, jemand Heimweh hat oder sich ein Kind unsicher fühlt, kennen mich die Kinder bereits. Sie wissen, wer ich bin, und erleben mich als Ansprechpartnerin. Dadurch kann ich ihnen schnell, unkompliziert und auf Augenhöhe begegnen und Unterstützung anbieten.
Ein vertrautes Gesicht, ein freundliches „Hallo“ und das Gefühl: „Da ist jemand, den kenne ich.“ Genau das möchte ich den Kindern mit auf ihren Weg in die Schule geben.
Fotoserien
Übergangsprojekt (DO, 08. Oktober 2026)
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